Monat: Juni 2019

BIMBIM ToolsBrückenbauInfrastrukturProjekte

Bauteile klassifizieren oder informieren gemäß ASB-Ing.

In meinem Vortrag beim buildingsmart Anwendertag in Düsseldorf, habe ich u.a. von der Huntebrücke berichtet. Unser Kunde rmk aus Celle hat die Brücke Aufgemessen / Laser-Gescannt und mein Kollege Hendrik Scherder hat das Bestandsmodell in Revit erstellt (Dienstleistung CLS).

https://www.strassenbau.niedersachsen.de/bim/pilotprojekte/a_29_huntebruecke/a-29-huntebruecke-174316.html

Dazu kam auch die Aufgabe, die Bauteile entsprechend zu klassifizieren / zu informieren. Insbesondere der letzte Punkt war eine Woche zuvor Thema bei einem anderen Termin in Hamburg. Seitens eines externen Beraters hieß es, dass es keine Möglichkeit gibt, beispielsweise die ASB-Ing. so vorzuhalten, dass „auf Knopfdruck“ Informationen in das ausgewählte Bauteil übertragen werden – Herausforderung angenommen 😉

Die Idee / Lösung im Termin, die sich im Nachgang als machbar erwiesen hat, beruht auf Excel und dem Classification Manager (CM) von Autodesk. Kennt Ihr nicht? Dann schaut ihn euch mal an – http://www.biminteroperabilitytools.com/

Wie funktioniert das ganze? Der CM kann zwei Parameter in Revit mit Informationen aus einer Excel-Liste füllen. Sowohl die Excel-Liste ist definierbar, als auch die Parameter, in die die Werte geschrieben werden sollen.

Im oberen Bild sieht man, dass zwei Attribute / Parameter bereits gefüllt worden sind. Anschließend kann ich einfach auf die nächste Eigenschaft wechseln und die nächsten / entsprechenden Parameter wieder füllen. Nachfolgend sieht man das am Beispiel der Schutzplanke:

Im nachfolgenden Bild seht Ihr die zugrunde liegende Excel-Liste. Hält man sich an die Instructions (Tabellen-Blatt ganz links), lassen sich recht unkompliziert eigene Codierungen, Klassifizierungen oder Bauteil-Informationen in Tabellenform vorhalten und über den CM auf die Bauteile übertragen (natürlich kann man bspw. auch die ASB-Ing. durchwälzen und die benötigten Informationen manuell im Bauteil eintippen. Aber wie spannend kann das sein und fehleranfällig ist es sicher auch).

DynamoHochbauRevit User Group D-A-CH

Erfolgreiches Revit-Anwendertreffen in Leipzig

Gastbeitrag von Petra-Stolze-Lasch, Christian Szöke, Julien Beyer

Am 14.05.2019 fand im Apels Bogen in Leipzig ein Treffen der Revit-User-Group des DACH-Raumes (kurz: RUG-DACH) statt. Dieser gemeinnützige Zusammenschluss von Revit-Anwendern versucht im kompletten DACH-Raum die verschiedenen Revitnutzer zusammenzubringen, Diskussionen und Lösungen zu Alltagsproblemen anzuregen und neue Impulse zu setzen. Als eine der wichtigsten Aufgaben sieht die RUG-DACH sich in der direkten Verbindung der Revitnutzer und Autodesk. So erstellen sie eine jährliche Wunschliste mit Verbesserungsvorschlägen und notwendigen Anpassungen für die praktische Anwendung, die sie dann an Autodesk übermitteln, um so einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Programms leisten.  

Wir als S&P Leipzig hatten dieses Mal die große Ehre, ein Treffen in Zusammenarbeit mit Oliver Langwich (Gründungsmitglied RUG-DACH) auszurichten. Die 15 Teilnehmer konnten an diesem Abend spannenden Fachvorträgen beiwohnen und sich gegenseitig über das Programm Revit austauschen.

Nach der formellen Begrüßung und einer Vorstellungsrunde ging es auch schon mit dem ersten Vortrag los. Jörg Sando vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Weimar hat einen zusammenhängenden Wohnkomplex mit Tiefgarage und einem Elfgeschosser in Kalksandsteinbauweise Schal- und Bewehrungspläne komplett in Revit realisiert. Interessant war, dass für die Statik das Rohbau-Modell erfolgreich aus Revit in Dlubal eingelesen werden konnte. In der Statik wurde am Gesamtmodell nur die Lastabtragung ermittelt und anschließend das Gesamtmodell für die weitere Berechnung der Bauteile in einzelne Teilmodelle zerlegt.

Der zweite Vortrag von Oliver Langwich beschäftigte sich mit dem Thema Dynamo, einer visuellen Programmierschnittstelle zu Revit. Damit können sehr schnell komplexe Geometrien und Auswertungen aus dem Modell generiert sowie wiederkehrende Arbeitsabläufe effektiviert werden. Durch die Komplexität des Programms ist eine enorme Arbeitserleichterung möglich, erfordert jedoch für eine erfolgreiche Nutzung eine regelmäßige Anwendung.

Während der Pausen und im Anschluss an die Vorträge stand der Austausch unter den Teilnehmern im Vordergrund. Dabei war es sehr spannend zu sehen, wo andere gerade im Revit stehen und dass ein jeder doch die gleichen Probleme und mögliche Lösungen für sich gefunden hatte.  

Wir haben uns sehr gefreut, diesen Termin mitzugestalten und hoffen, dass wir diesen jährlich wiederholen können.

Petra-Stolze-Lasch, Christian Szöke, Julien Beyer

Begrüßung der Teilnehmer durch Julien Beyer (links) und Oliver Langwich
Vortrag Jörg Sando