Kategorie: Hochbau

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Geo-Referenzierung Civil3D ↔ Revit mit Shared Reference Point


Warum Geo-Referenzierung wichtig ist

Wer schon einmal versucht hat, ein Revit-Modell mit einer Civil3D-Planung zusammenzubringen, kennt das Problem:
👉 Nichts passt auf Anhieb.
👉 Die Koordinaten stimmen nicht.
👉 Am Ende liegen die Modelle irgendwo im Nirgendwo.

Gerade bei IFC-Exporten oder der Zusammenarbeit im Team wird das schnell zum Showstopper.


Shared Reference Point als Lösung

Genau hier hilft der Shared Reference Point (SRP).
Mit ihm lässt sich eine gemeinsame Basis schaffen – und zwar ziemlich einfach.

Installiert wird er bei Civil3D automatisch mit, für Revit müsst ihr ihn vom Autodesk Account im Bereich Erweiterungen separat für die entsprechende Revit-Version herunterladen.


Mein Workflow Schritt für Schritt

Schritt 1 – Civil3D vorbereiten
In Civil3D die Geo-Referenzierung korrekt einrichten.

Schritt 2 – Position exportieren
Die Position als Shared Reference Point speichern.

Schritt 3 – Revit abgleichen
In Revit den SRP importieren und Modell sauber ausrichten.

Schritt 4 – Standort & EPSG-Code übernehmen
Verknüpfen der DWG und Standort, Ausrichtung und EPSG-Code werden direkt mitgenommen.

Alles zusammen in diesem Video:


Ergebnis & Nutzen

Mit diesem Workflow liegen beide Modelle sauber im gleichen Koordinatensystem.
Das spart nicht nur Zeit, sondern ist auch die Grundlage für:

  • saubere IFC-Exporte,
  • reibungslose Kollaboration und
  • zuverlässige 4D/5D-Simulationen.

Fazit

Der Shared Reference Point ist kein Hexenwerk – eher ein kleiner Trick, der viel Ärger erspart.
Wenn man ihn einmal im Workflow drin hat, will man ihn nicht mehr missen.

DynamoHochbauRevit User Group D-A-CH

Erfolgreiches Revit-Anwendertreffen in Leipzig

Gastbeitrag von Petra-Stolze-Lasch, Christian Szöke, Julien Beyer

Am 14.05.2019 fand im Apels Bogen in Leipzig ein Treffen der Revit-User-Group des DACH-Raumes (kurz: RUG-DACH) statt. Dieser gemeinnützige Zusammenschluss von Revit-Anwendern versucht im kompletten DACH-Raum die verschiedenen Revitnutzer zusammenzubringen, Diskussionen und Lösungen zu Alltagsproblemen anzuregen und neue Impulse zu setzen. Als eine der wichtigsten Aufgaben sieht die RUG-DACH sich in der direkten Verbindung der Revitnutzer und Autodesk. So erstellen sie eine jährliche Wunschliste mit Verbesserungsvorschlägen und notwendigen Anpassungen für die praktische Anwendung, die sie dann an Autodesk übermitteln, um so einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung des Programms leisten.  

Wir als S&P Leipzig hatten dieses Mal die große Ehre, ein Treffen in Zusammenarbeit mit Oliver Langwich (Gründungsmitglied RUG-DACH) auszurichten. Die 15 Teilnehmer konnten an diesem Abend spannenden Fachvorträgen beiwohnen und sich gegenseitig über das Programm Revit austauschen.

Nach der formellen Begrüßung und einer Vorstellungsrunde ging es auch schon mit dem ersten Vortrag los. Jörg Sando vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Weimar hat einen zusammenhängenden Wohnkomplex mit Tiefgarage und einem Elfgeschosser in Kalksandsteinbauweise Schal- und Bewehrungspläne komplett in Revit realisiert. Interessant war, dass für die Statik das Rohbau-Modell erfolgreich aus Revit in Dlubal eingelesen werden konnte. In der Statik wurde am Gesamtmodell nur die Lastabtragung ermittelt und anschließend das Gesamtmodell für die weitere Berechnung der Bauteile in einzelne Teilmodelle zerlegt.

Der zweite Vortrag von Oliver Langwich beschäftigte sich mit dem Thema Dynamo, einer visuellen Programmierschnittstelle zu Revit. Damit können sehr schnell komplexe Geometrien und Auswertungen aus dem Modell generiert sowie wiederkehrende Arbeitsabläufe effektiviert werden. Durch die Komplexität des Programms ist eine enorme Arbeitserleichterung möglich, erfordert jedoch für eine erfolgreiche Nutzung eine regelmäßige Anwendung.

Während der Pausen und im Anschluss an die Vorträge stand der Austausch unter den Teilnehmern im Vordergrund. Dabei war es sehr spannend zu sehen, wo andere gerade im Revit stehen und dass ein jeder doch die gleichen Probleme und mögliche Lösungen für sich gefunden hatte.  

Wir haben uns sehr gefreut, diesen Termin mitzugestalten und hoffen, dass wir diesen jährlich wiederholen können.

Petra-Stolze-Lasch, Christian Szöke, Julien Beyer

Begrüßung der Teilnehmer durch Julien Beyer (links) und Oliver Langwich
Vortrag Jörg Sando